NEUE WESTA-SCHNEEFRÄSE 7370 ÜBERZEUGT

Autor: Alexander Sackel , 05.12.2014

Mit der neuen Schneefräse 7370 haben die Techniker des deutschen Unternehmens WESTA eine Fräse realisiert, welche die bereits sehr umfangreiche Produktpalette um ein weiteres Vorzeigemodell erweitert.

Zwischen den Erfolgsprodukten vom Typ 6570 und 750 angesiedelt, überzeugt die innovative Schneeräumungsmaschine durch weniger Gewicht, wobei die Leistung keine Wünsche offen lässt. Das neue Fabrikat wurde in der Zentralschweiz bei mehreren Testfahrten auf Herz und Nieren geprüft und hat die umfangreichen Einsätze mit Bravour gemeistert.

Die Firma WESTA aus dem schwäbischen Weitnau produziert bereits seit Jahrzehnten Schneefräsen jeglicher Art. Dabei ist es den Technikern ein großes Anliegen die Produkte stetig zu verbessern und die Kunden mit weiteren Innovationen zufriedenzustellen. Mit der neuesten Schneefräsen-Entwicklung des Typs 7370 wurde ein weiteres Erfolgskapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen. Und wie bei jedem neuen Schneeräumungsfabrikat wurde auch diese Fräse bei umfangreichen Testfahrten genauestens geprüft. Diese fanden im letzten Frühjahr in der Zentralschweiz statt. Die in Kooperation mit dem Schweizer Vertriebspartner Forst Act unternommenen Tests zeigten deutlich, dass die zwischen den Vorgängern 6570 und 750 angesiedelte Maschine keine Wünsche offen lässt und auf der ganzen Linie überzeugen konnte.

Das neue Modell 7370 im Detail
„Die Fräse 7370 ist besonders auf die immer mehr verbreitete Klasse von Trägerfahrzeugen zwischen 80 und 140 PS Motorleistung abgestimmt. Für diesen Bereich hatten wir den leistungsfähigen Typ 6570 im Angebot, jedoch ist dieser für gewisse Zwecke von der Vorbauhöhe und dem Walzendurchmesser zu klein. Und die nächst größere Fräse aus unserer Produktpalette ist für einige Fahrzeuge einfach zu schwer“, sagt Alois Weber von WESTA. Mit dem neuen Modell, das über einen Fräswalzdurchmesser von 725 mm verfügt, hat man die perfekte Alternative geschaffen. Sie hat ein geringeres Gewicht und kann so die zulässigen Achslasten bei den betreffenden Fahrzeugkategorien einhalten. Diese Gewichtsreduktion wurde unter anderem durch die Produktion mit hochwertigem Feinkornstahl erreicht. Auch die verwendeten Bauteile konnten optimiert werden und so kam zum Beispiel auch die vermehrte Verwendung von gekanteten und geschraubten Elementen zum Einsatz. „Die Planung von der ersten CAD-Konstruktion bis zur Herstellung von zwei Erprobungsgeräten dauerte rund drei Monate. Da die Entscheidung für die Realisierung eines neuen Modells Anfang dieses Jahres gefällt wurde und wir im Frühjahr noch die Tests absolvieren wollten, haben wir uns einem enormen Zeitdruck gestellt. Aber dank moderner CAD-Systeme und CNC-gesteuerter Fertigungsanlagen konnten wir alles reibungslos und termingerecht über die Bühne bringen“, so Weber.

Herausfordernde Testfahrten in der Schweiz
Die neue Schneefräse wurde an zwei verschiedenen Trägerfahrzeugen, einem FENDT Vario 2011 und einem AEBI Terratrac TT280 getestet. Die Fahrten fanden an zwei Apriltagen in Sörenberg im Berner Oberland statt. Georg Salzgeber von der Forst Act GmbH erinnert sich: „Wir konnten in den Höhenlagen von 1.300 bis auf 1.600 m in verschiedenen Schneearten arbeiten und die Fräse bei normalem und bis zu einem Meter hohen Frühlingsschnee, Kunstschnee und Lawinenkegel ausgiebig testen. Für uns war entscheidend, die Maschine im möglichst harten Einsatz zu prüfen und dabei die technischen Merkmale, wie zum Beispiel das Kurvenfahrsystem, zu beurteilen.“
Es zeigte sich, dass sich bei konventionellen Einsätzen das Anlenken der Fräse beim Kurvenfahren sehr einfach gestaltete. Und durch das Schrägstellen der Fräse können Kurven ohne hohen Seitendruck sehr schön und rund gefräst werden. Somit sind ein Zurücksetzen und ein Neuansetzen hinfällig. Speziell eine Herausforderung wurde mit Bravour gemeistert: „Wir wagten uns in einen Lawinenkegel, um so die Fräse auf die Überlastsicherung zu testen. Es war dabei zu erwarten, dass Fremdkörper wie Holz, Steine in den Schneemassen sind. So prüften wir die eingebaute Abschaltkupplung, die perfekt funktionierte und so die Fräse vor Beschädigungen schützte“, unterstreicht Salzgeber diesen sehr wichtigen Sicherheitsaspekt.

Umfangreiche Zusatzausrüstungen
Die absolvierten Testfahrten waren außerordentlich aufschlussreich. Sie lieferten den Beweis, dass die neue Fräse 7370 äußerst stabil gebaut ist.
„Die über 30jährige Erfahrung der Firma WESTA im Schneefräsenbau ist schon beeindruckend. Die Verarbeitung mit modernsten und hochwertigsten Materialien ist wie bei allen anderen Fräsen jeglicher Leistungsklassen einzigartig“, zeigt sich Salzgeber voll des Lobes. Auch bei dem neuesten Produkt aus dem Hause WESTA kann der Kunde aus umfassenden Zusatzausrüstungen wählen. Ob Freisichtkamin, Kurvenfahrsystem, Gleitplatte mit Eisaufrauleiste oder die Möglichkeit, ein hydraulisches Seitenschubsystem einbauen zu lassen - hier bleiben keine Wünsche offen. Die leicht auswechselbaren Ringe an den Fräswalzen können außerdem in glatter oder verzahnter Ausführung geliefert werden. „Mit dem 7370-Konzept haben wir es geschafft, der Kundschaft mit Fahrzeugen in der Leistungsklasse 70 KW und mehr eine Profifräse anzubieten, die auch mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis überzeugt“, meint Georg Salzgeber von Forst Act GmbH abschließend.

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Cleveres Kurvenfahrsystem

Schneise 72 dpi

 

Dank des ausgeklügelten Kurvenfahrsystems ist auch im schwierigen Gelände das Schneeräumen kein Problem.

Foto: WESTA

Schneefräse 7370

Fraese auf Traktor

 

Die neue Schneefräse 7370 - hier an einem FENDT Vario 2011 angebracht.

Foto: WESTA