Ökologische Wärme und Strom aus Holz für st. margareten im rosental

Autor: Patricia Pfister , 01.07.2019

Traditionell land- und forstwirtschaftlich geprägt, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich der etwas über 1.000 Einwohner zählende Ort St. Margareten im Rosental für die nachhaltige Energiegewinnung aus Holz entscheidet.

Doch jahrelang blieb eine Biomasseanlage in der Kärntner Gemeinde nur eine Vision, nun konnten in St. Margareten fossile Energieträger durch erneuerbare ausgetauscht werden. Wurde zuvor Öl für die Wärmeversorgung verwendet, heizt seit Ende Mai die Nahwärme aus Biomasse im Gemeindeamt, der Volksschule und dem Kindergarten, der Feuerwehr sowie zwei Mehrparteien- und einem Zweifamilienhaus ein. Durch den Einsatz von Biomasse werden nun rund 100 Tonnen CO2 im Jahr eingespart. Die Anlage wurde mit der Firma Glock Ökoenergie umgesetzt.    

Strom aus Holz    
Glock Ökoenergie produziert aus Hackschnitzel oder Pellets mit dem Holzgas-Blockheizkraftwerk neben Wärme auch Strom. Dieser wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist – rund 170.000 kWh jährlich. Umgerechnet können rund 34 Haushalte ganzjährig mit Strom versorgt werden. Die Anlagen des Unternehmens werden in der Nahwärmeversorgung zur Grundlastabdeckung, zur Getreide/Heutrocknung, zur Stallheizung sowie auch zur Holztrocknung eingesetzt. Ideal sind die Anlagen auch für Gast- und Hotelbetriebe, die einen ständigen Bedarf an Warm­wasser aufweisen, insbesondere wenn ein Wellnessbereich integriert wurde. Die Blockheizkraftwerke von Glock, GGV 1.7 – welcher in St. Margareten im Rosental zum Einsatz kommt – und GGV 2.7 sorgen mit einer elektrischen Leistung von 18 kW beziehungsweise 55 kW und einer thermischen Leistung von 44 kW beziehungsweise 125 kW für eine CO2-neutrale Energiegewinnung mit vorzugsweise hohem Wärmebedarf. Durch Ökostrom-­Förderungen wird diese fortschrittliche und nachhaltige Art der Wärmeversorgung noch lukrativer gestaltet und ­bietet je nach Standort attraktive Kostenvorteile beziehungsweise Erlöse durch Stromeinspeisung in das bestehende E-Netz. Mit dem Holzgas wird ein adaptierter Verbrennungsmotor betrieben, welcher einen Generator antreibt, der dann schließlich die elektrische Energie erzeugt. Die anfallende Wärme sowie die Motorabwärme werden ins Wärmenetz übertragen. Die anfallende Asche wird automatisch ausgeschleust. Als Material werden Holzhackschnitzel (P16S-P31S) mit einer Holzfeuchte von 30 Prozent (entspricht einem Wassergehalt von ≤ 23 Prozent) oder Holzpellets (lt. EN ISO 17225-2) verwendet.     

Glock Energie als Contractor    
Die Glock Energie agiert als Contractor in der Nahwärmeversorgung und projektiert den Aufbau der Blockheizkraftwerke inklusive der Nahwärmevernetzung und übernimmt die Versorgung der Haushalte.


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St. Margaretens Bürgermeister Lukas Wolte (li.) mit den Geschäftsführern von Glock Energie GmbH, Ing. Franz Krammer, BSc (Mitte) und Josef Korenjak (re.).

Foto: Glockwärme/Dieter Arbeiter

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In St. Margareten im Rosental versorgt das Blockheizkraftwerk GGV 1.7 die Gemeinde mit Wärme und Strom. Sie verfügt über eine elektrische Leistung von 18 kW und eine thermische Leistung von 44 kW.

Foto: Glock Ökoenergie