Welcher Bürstenbesatz passt auf meine Kehrmaschine?

Autor: Patricia Pfister , 13.02.2017

Ob über die Straße verstreutes Laub, vom letzten Winter liegengebliebener Splitt, fest am Straßenbelag haftende Erde oder Schnee auf Gehwegen: Kehrmaschinen entfernen diese Verschmutzungen.

Optimale Ergebnisse erzielt man mit der richtigen Wahl des Bürstenbesatzes. Denn ob Kunststoff oder Stahl: Welches Material für die Kehrmaschine geeignet ist, hängt allein von ihrem Einsatzgebiet ab.

Die Wahl des Bürstenbesatzes ist in erster Linie vom Einsatzbereich der Kehrmaschine abhängig. Grundsätzlich werden zwei Materialien für Kehrmaschinen-Bürsten angeboten. So wird zum einen der Kunststoff Polypropylen (PP) verwendet: Die Poly-Bürste weist eine sehr hohe Kehrkraft auf. Sie eignet sich zum Kehren von Staub, Splitt und losem Material. Ihr Einsatzgebiet liegt bei Arbeiten wie Splitt-Einkehren im Frühjahr oder der Säuberung von Straßen, Gehwegen und Plätzen von Staub, Laub, Ästen oder Müll. Auch Schneekehrwalzen von Eco Technologies werden aus Polypropylen gefertigt. Die Bürste ist hierbei nicht vollständig mit Borsten bestückt, die Freiräume verhindern das Vereisen der Bürste. Somit bleibt diese beim Kehren von leichten, pulvrigen Schnee stets einsatzbereit.

Stahl hat große Reißkraft
Das zweite häufig verwendete Material für Kehrbürsten ist Stahl. Stahlbürsten haben eine große Reißkraft, daher eignen sie sich bestens zum Loskratzen von festgeklebter Erde oder anderen Materialien. Eine Stahlbürste findet ihren Einsatz zum Beispiel auf Baustellen zum Reinigen der Ein- und Ausfahrten oder auf Industrieflächen mit hartnäckiger Verschmutzung. Nicht geeignet ist Stahlbesatz in der Landwirtschaft, denn hier besteht die Gefahr, dass Stahlteilchen ins Futter- und somit in den tierischen Organismus gelangen. Außerdem können beide Materialien zu einem Mischbesatz kombiniert werden – die Bürste verfügt sowohl Poly- als auch Stahlborsten. Diese Mischung eignet sich besonders als Besatz für den Seitenbesen. Er besitzt die Kehrkraft einer Polypropylen-Bürste mit zusätzlicher Reißkraft durch den Stahlanteil. Damit wird hartnäckiger Schmutz zum Beispiel entlang einer Bordsteinkante optimal entfernt, während die Hauptbürste loses Material sauber aufkehrt.

Abnutzung der Kehrbürsten
Die Lebensdauer einer Bürste ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Die größte Rolle spielt dabei der Bürstendruck. Wird die Bürste zu stark auf den Untergrund gedrückt, ist der Abrieb groß und die Einsatzdauer verkürzt. Daher ist stets auf den optimalen Bürstendruck zu achten. „Immer wieder wird ein Stahlbesatz gewählt, da man der Meinung ist, dass dieser einen geringeren Abrieb aufweist als eine Polypropylen-Bürste. Die Erfahrungen von Eco Technologies zeigen, dass dies nicht der Fall ist“, erklärt Hans-Peter Hackl, Vertriebsleiter des österreichischen Familienunternehmens, das sich unter anderem auf kommunale Reinigung spezialisiert hat. Stahl- und Polybesätze weisen nahezu den gleichen Abrieb auf und sollten daher je nach Einsatzgebiet verwendet werden.

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Dank der Kehrkraft der Polypropylen-Bürste werden lose Verschmutzungen schnell beseitigt.

Foto: Eco Technologies

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Die Kehrmaschine mit Schneewalzenbesatz wird für das Beseitigen von Schnee eingesetzt.

Foto: Eco Technologies