Airport Snow Blower G2: Kahlbacher stellt die nächste Generation vor

Autor: Patricia Pfister , 06.01.2020

Allein über Europa fliegen Tag für Tag etwa 27.000 Flugzeuge hinweg. Und all diese Maschinen müssen oft mehrmals täglich ihre Passagiere sicher wieder auf den ­Boden bringen – auch bei widrigsten Wetterbedingungen.

Bei heftigen Wintereinbrüchen sind daher Lösungen gefragt, die zuallerst die Sicherheit im Flugbetrieb gewährleisten und dabei äußerst effizient arbeiten, um eben diesen nicht ins Stocken geraten zu lassen. Winterdienstequipment, das mit verschiedenartigen Schneeräumverhältnissen zurechtkommt, ist daher gefragt. Solch ein Konzept präsentierte Kahlbacher auf der Flughafenmesse Interairport mit der Frässchleuder G2. Aufgrund der wachsenden Anforderungen und Auflagen am Flughafen legte Kahlbacher vor allem Wert auf die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Vorbauten mit der G2 anzutreiben. Damit ist ein Flughafen für jegliche Schneeräumarbeiten gerüstet und auf die Zukunft vorbereitet.

Täglich starten und landen durchschnittlich rund 1.400 Flugzeuge mit bis zu 200.000 Passagieren am Flughafen Frankfurt. Damit diese auch im Winter pünktlich abheben können, investiert Deutschlands größter Flughafen kräftig in den Winterdienst. Gemessen an den letzten Jahren, die immer wieder kräftige Wintereinbrüche bereithielten, tut der Flughafenbetreiber hier auch gut daran. Bei einer Schneedecke von 10 cm ergibt sich auf dem riesigen Flughafenareal eine Schneemasse von 14.000 Tonnen – und das ist allein die Schneemenge, die allein auf den Start- und Landebahnen, Vorfeldern und Rollwegen anfällt.. Würde man die 6.000 Lkw-Ladungen, die zum Abtransport benötigt werden würden, aneinanderreihen, ergäbe das eine Strecke von 60 km. Unerlässlich für einen reibungslosen Flughafenbetrieb im Winter ist deswegen neben ­einer motivierten Mannschaft vor allem leistungsstarkes und verlässliches Winterdienst­equipment. Mit der nächsten Neuanschaffung steigert der vom Passagieraufkommen viertstärkste Flughafen Europas bald weiter seine Effizienz bei der Schneeräumung. Die Winterdienst-Spezialisten von Kahlbacher aus Kitzbühel haben auf der Interairport das Konzept ihrer neue Flughafen-Frässchleuder mit ca. 1.300 PS präsentiert und damit eine neue Ära eingeleitet. Die G2 bietet erstmalig die Möglichkeit zwei verschiedene Vorbauten anzutreiben und beweist mit dem Intelligent Power Train (IPT) und dem neuen ECO-Modus Zeitgeist. Kahlbacher konnte damit mit dem Frankfurt Airport gleich einen der größten Flughäfen Europas überzeugen und als neuen Kunden dazugewinnen. Nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit in diesem Bereich ist es keine Überraschung, dass Kahlbacher auch bei der neuen Flughafen-Frässchleuder wieder auf MAN-­Technik setzt. Das Zwei-Motoren-Konzept auf einem Serien-Chassis kommt bekannt vor, doch unter der Haube ist die neue Maschine gespickt mit technischen Raffinessen und innovativen Systemen. Der Fräsantrieb kombiniert dank neuartigem „Intelligent Power Train“ die mechanische Effizienz mit hydraulischem Komfort. Neben einem sparsamen ECO-Modus, der in der heutigen Zeit nicht mehr fehlen darf, ist auch ein Sanft­anlauf zur Schonung des Antriebsstranges mit an Bord.

2-in-1 Ausrüstung für alle Eventualitäten
Aufgrund der wachsenden Anforderungen und Auflagen am Flughafen legte Kahlbacher vor allem Wert auf die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Vorbauten mit der G2 anzutreiben. Der „High Speed Blower“ ist speziell für die Räumung der Start- und Landebahn mit hohen Geschwindigkeiten konzipiert und kann mit dem Verladevorbau „Power Loader“ ausgetauscht werden. Damit ist ein Flughafen für jegliche Schneeräumarbeiten gerüstet und auf die Zukunft vorbereitet. Das Konzept überzeugt, und so darf sich die Firma Kahlbacher schon über die ersten Aufträge freuen. In Zukunft sollen gleich vier Stück der G2 den Flughafen Frankfurt am Main vom Schnee befreien. Auch ein langjähriger Kunde, der Flughafen Luxemburg, rüstet seinen Winterdienst mit der zweiten Kahlbacher Hochleistungsfrässchleuder auf. Somit stand der Messestand von Kahlbacher ganz im Zeichen der nächsten Generation. Mit der Übergabe der letzten Vorgängermaschine an den Flughafen Köln Bonn, wurde der Abschluss der Serie gefeiert und mit der Präsentation der G2, wurden der nächsten Generation die Tore geöffnet.

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Das letzte seiner Art: An den Flughafen Köln/Bonn ging das Vorgängermodell der G2. Bei der Übergabe der Schneefrässchleuder auf der Messe Interairport, von links nach rechts: Hannes Dagn, Horst A. Kahlbacher, Patrick Mraz (alle Kahlbacher Machinery), Wolfgang Löhr (Flughafen Köln Bonn), Christian Kahlbacher (Kahlbacher Machinery), Markus Moi (Flughafen Köln Bonn) und Peter Berger (Kahlbacher Machinery).

Foto: Kahlbacher