Der „schnee von gestern“ für die piste von morgen

Autor: Patricia Pfister , 16.01.2020

Um für den nächsten Winter gerüstet zu sein, setzen immer mehr Skiregionen auf Schneedepots. Altschnee wird bis zum nächsten Winter konserviert und dann auf den Pisten ausgetragen.

Für ein effizientes Einsammeln und Ausbringen des „Schnees von gestern“ sorgt die neue leistungsstarke Schneefrässchleuder KFS 750/4600 SF von Kahlbacher.

An den einen Orten hinterlässt der Winter zu viele Spuren, an anderen wiederum zu wenige – aussuchen kann sich das keine Gemeinde. Während manche während der Wintermonate den durch Schneefall und Frost verursachten schleppenden Verkehr und die erhöhte Unfallgefahr durch Glätte und Neuschnee bemängeln, kann es in den Skigebieten oft nicht genug der weißen Pracht geben. Doch genau hier entwickelt sich durch den Klimawandel ein Rückgang der Neuschneemengen und der Dauer einer geschlossenen Schneedecke. Kostspielige und mit einem deutlichen ökologischen Fußabdruck behaftete Beschneiungen sind für eine befahrbare Piste während der Winterhauptsaison fast allerorts ein Muss. Um diesen Aufwand zumindest zu reduzieren, legen viele Skiregionen Schneedepots an. Der „Schnee von gestern“ – oder besser gesagt der der letzten Saison – kann so ein weiteres Mal für Wintersportvergnügen sorgen. Dafür wird nach Ende der Skisaison der Schnee mit mehreren Schichten isoliert: Mit zehn Zentimeter starken Isolierplatten – so wie sie auch bei Wohnhäusern verwendet werden –, mit Silofolie, wie sie auch Landwirte für die Silobälle nutzen und mit einem Vlies, das wasser- und UV-abweisend ist. Um Altschnee zu konservieren und ihn im nächsten Winter nutzen zu können, muss vor diesen Arbeitsschritten noch etwas wesentliches erfolgen: das Einsammeln eben jenes Rest­schnees und später dessen Verteilung auf der Piste. Für diese Aufgabe hat der Winterdienstspezialist Kahlbacher ein neues Schneefräsen-­Modell entwickelt. Die neue KFS 750/4600 SF (die Abkürzung SF steht für snow farming) ist ein leistungsstarkes Schneeräumgerät, welches auf die Pistenraupe Prinoth Leitwolf perfekt abgestimmt ist. Diese Frontanbaufrässchleuder hat eine Arbeitsbreite von 4.600 mm und weist großdimensionierte, für möglichst hohen Schneedurchsatz optimierte Wurfräder, sowie einen Fräswendeldurchmesser von 750 mm auf. Der Antrieb erfolgt über einen zentralen Hochdruck Hydraulikmotor, die beiden Wurfräder werden über ein Untersetzungsgetriebe und über einen Kettenantrieb angetrieben.    

Effizientes einsammeln und ausbringen von Altschnee aus der Vorsaison    
Das in der Mitte des Gerätes angeordnete Achsgetriebe mit Nockenschaltkupplung als automatische Überlastsicherung für die Fräswendeln hat zwei entscheidende Vorteile: Erstens läuft der Schneefluss ungehindert ins Wurfrad, zweitens werden durch diese Anordnung Gewicht und Kosten gespart, worauf bei der Entwicklung dieses Hochleistungsgerätes besonders Wert gelegt wurde. Die Auswurfkamine sind unabhängig voneinander oder synchron hydraulisch steuerbar. Die gewünschte Wurfweite wird über hydraulisch verstellbare Kaminblenden eingestellt, die Auswurfrichtung wird über Hydraulikmotoren stufenlos drehbar gewählt. Um auch bei Verwendung der Pistenraupen den Einsatz von Seilwinden zu ermöglichen, wurde als optionale Ausstattung ein besonders kurzer Auswurfkamin mit zwei   Kaminblenden kreiert. Mittels Einsatzes der neuen KFS 750/4600 SF und der weiterfolgenden Maßnahmen zur Konservierung, schmelzen vom Altschnee nur 20 Prozent weg, der Rest des Vorsaison-Schnees landet wieder auf den Pisten und lässt so einen besonders zeitigen Start in die Skisaison zu. Neben dem Anlegen von Schneedepots und dem Verteilen des Altschnees auf der Piste zu Beginn der nächsten Saison, bietet die Schneefrässchleuder noch weitere vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Skigebieten – diese reichen vom Ausfräsen von Lifttrassen und Seilbahnstationen bis zur Schneeräumung auf Parkplätzen.

Tags: , ,

Leitwolf 01 gespiegelt Kopie web2

 

Spät aber doch endete heuer die Skisaison. Damit man in die nächste wieder zeitig starten kann, sammeln viele Wintersportregionen den Restschnee für Schneedepots. Das passende Gerät dafür bietet Kahlbacher mit der Schneefrässchleuder KFS 750/4600 SF.

Foto: Kahlbacher