Wärme erzeugen im Kreislauf der Natur

Autor: Patricia Pfister , 04.02.2016

Die Energieerzeugung durch Biomasse ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie ein Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufnimmt.

 

Heizen mit Holz ist somit CO2-neutral. Insgesamt werden in Österreich jährlich mehr als 80 Millionen Tonnen Treibhausgase (THG) in CO2-Äquivalenten ausgestoßen. Durch den Einsatz von Bioenergie zur Erzeugung von Wärme, Strom und Treibstoffen wurden im Jahr 2012 13 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Abgesehen von der Großwasserkraft vermeiden alle anderen erneuerbaren Energien zusammen vergleichsweise geringe Mengen: 3,6 Mio. Tonnen.

Kreislauf statt Einbahn
Bei jedem Verbrennungsvorgang entstehen Wärme und CO2. So sehr Energie und Wärme gebraucht werden, so sehr stellt uns das Kohlendioxid vor große Herausforderungen. Denn seit Beginn des industriellen Zeitalters hat die Menschheit in immer größerem Umfang seinen Energiehunger gestillt, indem fossile Brennstoffe verbrannt wurden. Zunächst nur Kohle, später dann auch Erdöl und -gas. Das dabei entstandene Kohlendioxid hat sich in der Atmosphäre angereichert und ist in hohem Maße für den Klimawandel verantwortlich. Auch bei der Verbrennung von Holz entsteht CO2. Der wesentliche Unterschied zu fossilen Brennstoffen ist jedoch: Es entsteht nur so viel Kohlendioxid, wie der Baum, dessen Holz wir verwenden, während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat. In Summe ist Heizen mit Holz also klimaneutral. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, wie beispielsweise Kohle, Öl und Gas, die zunehmende Konkurrenz der Industrienationen um die begrenzt vorhandenen Ressourcen und die damit verbundene Preisspirale, lässt den nachwachsenden Rohstoff Holz heute auch aus energetischer Sicht wieder in neuem Licht erscheinen. Bei einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ist der Rohstoff Holz dauerhaft und zuverlässig verfügbar und hat, im Vergleich zu fossilen Alternativen, insbesondere im Rahmen einer regionalen Bereitstellung und der Integration von Restholznutzungskonzepten eine sehr gute Klimabilanz. Wenn hierbei auch die Nährstoffrückführung nicht außer Acht gelassen wird, das heißt, dass Anteile der Asche mit den darin gebundenen Nährstoffen wieder den zuvor genutzten Flächen zuführt werden, sind nahezu geschlossene Stoffkreisläufe möglich.

Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie
Bäume und Pflanzen wandeln in einem stetigen biochemischen Prozess seit Urzeiten die Energie des Sonnenlichts in Biomasse um. Für diesen Prozess holt sich die Pflanze das dafür benötigte CO2 direkt aus der Atmosphäre, verwendet den Kohlenstoff (C) zum Wachstum und setzt Sauerstoff (O2) wieder frei. Holz ist nichts als pure gespeicherte Sonnenenergie. Energie, die nach Belieben genutzt und eingesetzt werden kann – mit Holz stellt die Natur seit Jahrtausenden einen perfekten Energiespeicher bereit.

Eine saubere Lösung: Moderne Holz-Heizungen
Moderne Öfen und Kessel regeln den Verbrennungsvorgang so optimal, dass dieser sehr effizient abläuft. Das Ergebnis: Die saubere Verbrennung schont die Umwelt und der hohe Wirkungsgrad reduziert die Heizkosten. Österreichischen Kessel- und Ofenhersteller sind Vorreiter und Technologieführer in Sachen sauberer und effizienter Verbrennung. Sie sind Weltmarktführer – zum Beispiel stammen zwei von drei in Deutschland installierten Biomassekesseln aus Österreich. Wichtig bei allen Holzfeuerungen ist die Qualität des Brennstoffes. Zertifizierte Pellets garantieren zum Beispiel eine hohe Qualität.

Weltweit 2.800 Biomassekraftwerke
Die Stromerzeugung aus fester Biomasse ist weltweit weiter auf dem Vormarsch. Ende 2013 waren weltweit rund 2.800 Kraftwerke in Betrieb, die ausschließlich oder ganz überwiegend Biomasse verbrannten. Sie verfügten über eine Stromerzeugungskapazität von rund 42 GWel. Hinzu kam die Mitverbrennung von Biomasse in rund 350 fossilen Kraftwerken. In 10 Jahren werden geschätzt rund 4.100 Anlagen mit einer Kapazität von rund 67 GWel in Betrieb sein. Alleine in 2014 wurden geschätzt rund 170 neue Kraftwerke mit einer Stromerzeugungskapazität von rund 3,6 GWel errichtet. Europa bleibt auch in den kommenden 10 Jahren der größte Markt für die Verstromung fester Biomasse. Hier waren Ende 2013 gut 1.200 Biomassekraftwerke in Betrieb, bis Ende 2023 werden es geschätzt rund 1.750 sein.

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13 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente werden pro Jahr in Österreich dank des Einsatzes von Biomasse zur Energieerzeugung eingespart.

Foto: ÖBMV

NACHHALTIGER BRENNSTOFF

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Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen, ist Holz bei nachhaltigen Wirtschaftsweise langfristig vorrätig.

Foto: ÖBMV

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Der perfekte Kreislauf: Bei der Verbrennung von Holz wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum im Laufe seines Wachstums aufgenommen hat. insbesondere im Rahmen einer regionalen Bereitstellung und der Integration von Restholznutzungskonzepten hat der Brennstoff eine sehr gute Klimabilanz.

Foto: ÖBMV