wärmennetze werden effizienter: der schichtspeicher von link3 senkt den energiebedarf von wärmepumpen um mehr als 30 Prozent

Autor: Patricia Pfister , 21.02.2020

Vom Einfamilienhaus über Wohnanlagen bis hin zu Hotels und Krankenhäusern mit hohen Hygieneansprüchen – die Schichtspeicher des oberösterreichischen Unternehmens Link3...

... machen Heizanlagen um bis zu 50 Prozent sparsamer bei gleichzeitig reduziertem Aufwand für Errichtung, Betrieb und Wartung. Nicht nur die Wärmeabnehmer profitieren von dem System, auch Nahwärmebetreiber können ihre Netze dank der innovativen Technologie effizienter betreiben. Durch die bisher über 1.000 eingebauten Link3-Systeme können jährlich rund 880 Tonnen CO2 eingespart werden.

Überbordende Technik im Heizungsraum und fehlende Effizienz waren für Robert Laabmayr nicht hinnehmbar. Denn Umweltschutz beginnt mit einer effizienten Heizung in den eigenen vier Wänden. So entwickelte der Erfinder, in drei ­Jahren Forschung und Tüftelei, die patentierte „Integrierte Gegenstromtauscher-Technik“. Weitere Entwicklungsschritte folgten und führten zu den Produktlinien Powerlink, Ecolink und Duolink und schließlich zur Gründung des Unternehmens Link3. Die Schichtspeicher schaffen es, den Energiebedarf von Wärmepumpen für Heizung und Warmwasser um mehr als 30 Prozent zu senken. Die Natur und ihre Geldbörse werden dadurch zu gleichen Teilen entlastet. „Unser Anspruch: ‚Umweltschutz ohne Komfortverlust‘ wird durch Testreihen von namhaften unabhängigen Instituten unterstrichen“, erläutert Geschäftsführer Robert Laabmayr. Schichtspeicher von Link3 weisen als einzige am Markt befindliche Technologie eine Effizienzklassifizierung der Stufe A aus. „Wir können somit mit Stolz behaupten, dass wir­  Technologieführer im Bereich des Heizwassermanagements sind.“ Die Grundidee der „integrierten Gegenstromtauscher­-Technik“ ist ein innovatives Gesamtkonzept, das mehr als eine standardisierte Hydraulik zu betrachten ist, als eine Speichertechnik. Das Besondere daran ist, dass alle Funktionen der ­Hydraulik (Speichern, Wärmetauschung, Weichen- und Lastausgleichsfunktion, Warm­wasserbereitung, Ausdehnung) gegenseitig optimierend organisiert werden. Denn in der Hydraulik besteht der Umstand, dass nur ein unzureichend funktionierendes System alle anderen gleichermaßen verschlechtert, andererseits die gegenseitige Abstimmung die Effizienz des Energietransportes enorm verbessern kann.    

Weniger Wasser bewegen, mehr Energieeffizienz    
Nicht nur die Wärmeabnehmer profitieren von dem System, auch Nahwärmebetreiber können ihre Netze dank der innovativen Technologie effizienter betreiben. Damit sich das volle Potenzial der Wärmerückgewinnung entfalten kann, spielen viele Faktoren zusammen, stark abhängig ist sie aber vor allem von der Rücklauftemperatur, die vom Netz zurückkommt. Je größer die Differenz der ins Netz eingebrachten Wärme (90 Grad) und der Rücklauftemperatur (47 Grad), desto energieeffizienter funktioniert das System. „Wir haben eine Temperaturspreizung von ungefähr 43 Grad, womit wir sehr zufrieden sind“, berichtet Link3-Kunde und Heizwerkbetreiber der Nahwärme Hinterstoder, Roland Ramsebner aus seiner Erfahrung mit dem System. „Wir wissen, dass viele Heizwerke mit Spreizungen von 30 Grad oder weniger arbeiten und dementsprechend mehr Wasser in den Wärmenetzkreislauf pumpen.“ Das ließe sich aber unter anderem dadurch vermeiden, indem die Kundenanlagen auf die jeweiligen Bedürfnisse hin optimiert werden. Hier ermöglicht die Technologie des oberösterreichischen Herstellers Link3 enormes Einsparungspotential. Das Unternehmen versteht sich in erster Linie als Spezialist für optimierte Hydraulik, was sich in mehreren Bereichen positiv auswirkt. Die Hydraulik ist das Transportsystem zwischen Energieerzeugern und -verbrauchern. Hier gilt der Grundsatz: Wenig Wasser bewegen, aber so viel wie möglich Energie transportieren. Dafür sind hohe Tauscherleistung, eine hohe Schichtungsfähigkeit und paradoxerweise so wenig Technik wie möglich dienlich. „Wir arbeiten mit Physik statt Pumpen, Ventilen und überbordenden Regelungsaufwand“, erklärt Link3-Geschäftsführer Robert Laabmayr. Leitungsdimensionen werden so kleiner, und Kosten über den gesamten Lebenszyklus eingespart. Die Einsparung von Pumpen, Umschalt- und Regulierungsventilen, Schaltelementen und folglich Regelungsaufwand bringt höchste Betriebssicherheit und Platzeinsparung.     

Nahwärmebetreiber und -kunden profitieren gleichermaßen    
Reduktionen der Anschlussleistungen von mehr als 30 Prozent helfen nicht nur dem Kunden, sondern bringen dem Netzbetreiber höhere Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig performt diese Technologie einzigartig im Bereich der Warmwasser-Hygiene, welche bisher mit der Effizienz oft im Widerspruch lag. 2013 startete das Unternehmen mit der Anwendung in Wärmenetzen. Sämtliche Speicher können seither optional mit Fernwärmetauscher-Technologie erweitert werden. Durch die neue Tauschertechnologie und die dadurch niedrigen Rücklauftemperaturen verringert sich die „Verunreinigung“ der Wärmenetze und es erhöht sich die Leistungsfähigkeit der Nah- und Fernwärmeversorger. Während Nahwärmekunden durch effizientere Energienutzung bares Geld einsparen, profitieren die Betreiber durch gleich zwei Effekte: So kann nicht nur die Netzrücklauftemperaturen weiter gesenkt, sondern auch die Netzbelastungsspitzen massiv entschärft werden. Dadurch werden Netzkapazitäten frei, die zusätzlich verkauft werden können und die Wirtschaftlichkeit heben. Eine noch bessere Ausregelbarkeit besonders im Klein- und Teillastbetrieb reduziert die bewegten Wassermengen und damit den Stromaufwand der Zentralpumpe im Primärnetz.    

Energy Globe Award für Link3    
Sieben Jahre aufwendige Entwicklungsarbeit in dieses intelligente Heizwassermanagement wurden heuer mit der Auszeichnung des Energy Globe Awards geehrt. Der Umweltpreis zeichnet jährlich herausragende, nachhaltige Projekte mit Fokus auf Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien aus. Ziel der Auszeichnung ist es, innovative und nachhaltige Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, denn für viele Umweltprobleme gibt es bereits gute, umsetzbare Lösungen – so wie eben die Link3-Technik, die in der Kategorie Feuer den Sieg erringen konnte. Die internationalen Siegerprojekte in den sechs Awardkategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft, Jugend und „Sustainable Plastics“ werden in einer weltweit ausgestrahlten TV-Gala geehrt.

Tags: , , ,

EnergyGlobeAwardOberOesterreich Feuer IntelligentesHeizwassermanagement web2

 

Der neueste Clou bei Kundenanlagen ist der Schichtspeicher Link3, welcher den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser um mehr als 30 Prozent senken kann. So kann das Heizsystem für Nahwärmebetreiber genauso wie für deren Kunden so kosten- und energieeffizient wie möglich gestaltet werden.

Foto: Link3

EnergyGlobeOOE 04 Feuer Sieger Link3Gmbh web

 

Link3-Geschäftsführer Robert Laabmayr (rechts) bei der Verleihung des Energy Globe Awards in der Kategorie Feuer.

Foto: Link3

DSCN5627

 

Die Einsparung von Pumpen, Umschalt- und Regulierungsventilen, Schaltelementen und folglich Regelungsaufwand bringt höchste Betriebssicherheit und Platzeinsparung.

Foto: zek