Unimog nach Maß für den Asfinag-Streckendienst

6. August 2026, Lesedauer: 5 min

Bild: © Pappas

Was nicht passt, wird passend gemacht: Bei der Asfinag in Lebring wurde gemeinsam mit Pappas ein Unimog U527 so ausgestattet, dass er Grünpflege und Reinigungsarbeiten entlang der Strecke miteinander verbindet. Die Kombination aus Mulag-Frontausleger und Eco Multiwash SWA 4000 von ecotech erweitert den Einsatzbereich deutlich.

Oranger Pappas Unimog der Asfinag mit Ecotech-Aufbau und erhobenem Mäharm in einer Wartungshalle.
Mit dem Mulag-Frontausleger ist der Unimog U527 der Asfinag in Lebring für Arbeiten in der Grünpflege gerüstet.
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Sonderlösung kombiniert Grünpflege und Reinigung in einem Fahrzeug

Verantwortlich für das gesamte hochrangige Straßennetz Österreichs, setzt die Asfinag seit der ersten Stunde auf die Unimog-Kompetenz aus dem Hause Pappas. Das Betätigungsfeld des Universalmotorgeräts reicht hier von der Grünraum- und Böschungspflege über den klassischen Winterdienst mit Pflug und Streuer bis hin zu Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten. Schon bisher reinigt die Asfinag, unterstützt durch den Unimog, Tunnelwände, Leitplanken, Lärmschutzwände und Verkehrszeichen. Bei der Asfinag im steirischen Lebring ist man nun noch einen Schritt weiter gegangen. Schon früher hat das dortige Team bewiesen, eigene Werkzeuge zu entwickeln, wenn passende Lösungen am Markt fehlen. So hat die dortige Mannschaft ein eigenes Anbaugerät für das Freischneiden von Straßen entwickelt und setzt dieses auch erfolgreich ein.

Kombination für Grünpflege und Reinigung

Jetzt ist man daran gegangen, den neu übernommenen Unimog U527 einerseits mit einem klassischen Mulag-Frontausleger auszustatten, wie er für die Grünpflege – unter anderem zum Mulchen und Mähen – Standard ist, und ihm andererseits einen 4.000-Liter-Tank auf die Ladefläche zu montieren. Dabei handelt es sich um den Eco Multiwash SWA 4000, der von ecotech in der Steiermark entwickelt wurde und dort auch gebaut wird. Durch diese bisher einmalige Kombination ist das Team der Asfinag rasch in der Lage, Verunreinigungen oder auch Verstopfungen in den einzelnen Abflusssystemen ohne zusätzliche Hilfe zu beseitigen – und das mit einem Fahrzeug, das ohnehin ständig draußen ist und mehrere Wasserentnahmestellen auf seinen Strecken hat. Es ist also in etwa so, als ob man die Vorteile des Unimog bei der Grünpflege mit jenen als Kehrmaschine verbindet. Nur ohne Bürste, da diese im auf die Grünpflege fokussierten Arbeitsalltag oftmals hinderlich wäre. In Kombination mit dem großzügigen Wasservolumen und einem 80 Meter langen Hochdruckschlauch ist es möglich, auch Punkte abseits der Straße zu erreichen. Dort angekommen, bietet die Hochdruckpumpe einen Durchfluss von 4 bis 106 Litern pro Minute bei 200 bar. Unterstützt wird die Reinigungskraft durch verschiedene Reinigungsdüsen, wie eine Kanalreinigungs-, eine Stocher- und eine Rinnenreinigungsdüse. Für etwaige Reparaturen oder Servicearbeiten am Gerät selbst bietet der Eco Multiwash SWA 4000 zusätzlich einen Werkzeugkasten sowie ein Rollkastensystem mit zwei Rollos und zwei Staufachebenen.

Mitarbeiter reinigt orangen Pappas Unimog mit Ecotech-Aufbau und ASFINAG-Mähgerät per Hochdruckreiniger in einer Halle.
Neben dem Mulag-Frontausleger ist der Unimog U527 mit dem Eco Multiwash SWA 4000 von ecotech ausgestattet. Über den Hochdruckschlauch lassen sich Reinigungsarbeiten entlang der Strecke direkt vom Fahrzeug aus durchführen.
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Individuelle Fahrzeuganpassung für den Streckendienst

Um diese bisher einmalige Kombination für die Asfinag zu realisieren, hat ecotech den original Mulag-Bügel, der dem Ausleger als Aufliegepunkt dient, so adaptiert, dass ein entsprechender Abstand zwischen dem Anbaugerät am Frontausleger und dem 4.000 Liter Tank gewährleistet ist. So ist sichergestellt, dass der Ausleger auch bei entsprechenden Unebenheiten, wie sie natürlich nur abseits der Straßen bestehen, sicheren Halt findet. In der kalten Jahreszeit wird der Tank auf einer eigenen Stützenkonstruktion stabil abgestellt und der Streuer stattdessen aufgesetzt.

Oranger Mercedes-Benz Pappas Unimog der ASFINAG mit Ecotech-Aufbau und Mulag-Mähausleger in einer Wartungshalle.
Die gemeinsam mit Pappas realisierte Fahrzeuglösung erforderte auch Detailarbeit am Aufbau: Für die Kombination aus Mulag-Frontausleger und 4.000-Liter-Tank adaptierte ecotech den originalen Mulag-Bügel als Aufliegepunkt des Auslegers. So bleibt der nötige Abstand zwischen Anbaugerät und Tank auch im Einsatz gewährleistet.
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Optimierter Arbeitsplatz für den täglichen Einsatz

Zwei ASFINAG-Mitarbeiter in Warnkleidung stehen lächelnd vor einem orangefarbenen Unimog mit Mulag-Mähgerät bei Pappas.
Daniel Trummer und Mario Krainz vor dem neuen Unimog U527 der Asfinag in Lebring, der sich im täglichen Einsatz bewährt.
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Für den erfolgreichen Betrieb des neuen Unimog sind die beiden Asfinag-Mitarbeiter Daniel Trummer und Mario Krainz verantwortlich. Stets gemeinsam unterwegs, freuen sie sich über das gegenüber dem Vorgänger deutlich verbesserte Raumangebot und die auf einem neuen Level angekommene Fahrerhausklimatisierung. Auch der Wechsel hin zum neuen UNI-TOUCH-Bediensystem, in dem alle wiederkehrenden Aufgaben hinterlegt wurden, wird von beiden positiv aufgenommen, während die unzähligen Assistenten, die die GSR mit sich bringt, die Konzentration leider öfter stören, als sie die Sicherheit heben. Eine Kritik, die Daimler Trucks von vielen Seiten bekommt und die ausschließlich den gesetzlichen Vorgaben und nicht den verbauten Systemen geschuldet ist. Wie wichtig es Daniel Trummer und Mario Krainz ist, den Überblick unter allen Bedingungen sicherzustellen, zeigt der letzte Punkt der Aufpreisliste des ausgelieferten Modells. Von vier Alaska-LED-Scheinwerfern mit beheizter Linse, montiert auf dem Original-Dachbügel, ist da zu lesen – zusätzlich zur Maximalbeleuchtung, die der Unimog in dieser Version bereits serienmäßig bereithält. In Lebring zeigt sich damit, wie viel zusätzliche Einsatzbreite entsteht, wenn ein ohnehin vielseitiges Trägerfahrzeug konsequent auf die täglichen Anforderungen der Strecke zugeschnitten wird.

Erschienen in zek KOMMUNAL, Ausgabe 2/2026