100 Jahre Rapid: Vom Motormäher zur vernetzten Kommunaltechnik
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Zum Jubiläum zeigt der Schweizer Einachsspezialist, wie aus Maschinen für die Berglandwirtschaft vielseitige Lösungen für Grünflächenpflege, Böschungen und Winterdienst wurden. Neben den bewährten Einachsgeräten gehören heute auch Funkraupen und satellitengestützte Mähtechnik zum Programm.
Ein Jahrhundert Maschinenentwicklung für Landwirtschaft und Kommunen
Im Rapid Museum im schweizerischen Schöftland wird sichtbar, wie eng die Geschichte der Berglandwirtschaft mit der Mechanisierung verbunden ist. Rund 80 historische Rapid-Motormäher und Einachser dokumentieren dort die Entwicklung von den frühen Maschinen der 1920er-Jahre bis in die Gegenwart. Zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens lud Rapid Medienvertreter in das Museum und stellte dabei nicht nur seine Unternehmensgeschichte, sondern auch die aktuellen Entwicklungen in Landwirtschaft und Kommunaltechnik in den Mittelpunkt. Charles Lüscher, Inhaber des Rapid Museums, führte die Gäste durch die Sammlung in der umgebauten „Lüscher-Schüür“. Die Exponate zeigen, wie aus den ersten Motormähern im Lauf der Jahrzehnte vielseitige Geräteträger wurden. Rapid prägte die Mechanisierung der Berglandwirtschaft frühzeitig: Aus Maschinen für die Futterernte entwickelten sich Einachser für Mäh-, Mulch-, Transport- und Winterdienste. Gerade in Hanglagen, auf beengten Flächen oder bei wechselnden saisonalen Aufgaben sind solche flexibel einsetzbaren Maschinen bis heute gefragt.
Einachsgeräte für Landwirtschaft und Kommunen
Das Spektrum des Einachsgeräteherstellers reicht von Mähtechnik und Futterernte über Mulch- und Bodenbearbeitung bis zu Winterdienst, Reinigung und Transport. Damit adressiert Rapid auch kommunale Einsatzbereiche, in denen Wendigkeit, niedriger Bodendruck und die Anpassung an unterschiedliche Anbaugeräte eine wichtige Rolle spielen. Ergänzt wird das Angebot durch funkferngesteuerte Mähraupen für anspruchsvolles Gelände. Mit der Integration von Brielmaier und der Übernahme von KommTek hat die Rapid Gruppe ihr Portfolio in diesem Bereich erweitert. Brielmaier steht für leistungsstarke Motormäher, während die RoboFlail-Funkraupen von KommTek – heute Rapid Technic GmbH – insbesondere für die Pflege von Böschungen und anderen schwer zugänglichen Flächen vorgesehen sind.

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Entwicklung und Fertigung im eigenen Haus
Die Rapid Gruppe bündelt wesentliche Kompetenzen in den eigenen Werken: Einachser entstehen im Firmensitz in Killwangen im Kanton Aargau, Raupenfahrzeuge im süddeutschen Mennwangen. Dabei reichen die Tätigkeiten von Mechanik, Hydraulik, Elektrik und Elektronik bis zur Softwareentwicklung und deren Umsetzung in den Maschinen. Auch die Fertigungstiefe ist hoch: Gehäuse und Zahnräder für die eigenen Maschinen werden in den beiden Werken selbst hergestellt. Diese Infrastruktur nutzt Rapid auch außerhalb der eigenen Produktion: Im Geschäftsbereich Contract Manufacturing übernimmt das Unternehmen Entwicklungs- und Fertigungsaufträge für Industriekunden. Mit dem Rührreibschweißen (Friction Stir Welding, FSW) verfügt Rapid über ein spezialisiertes Fertigungsverfahren für die Bearbeitung komplexer Bauteile und liefert damit einbaufertige Lösungen für Industriekunden.
Rapid Cosmos: Satellitengestütztes Mähen als nächster Schritt
Wie sich die Technik der Einachser weiterentwickelt, zeigte Rapid mit dem satellitengestützten Mähsystem „Rapid Cosmos“. Es steht beispielhaft für die Verbindung klassischer Geräteträger mit digitalen Anwendungen. Die Maschinen sollen damit nicht nur mechanisch vielseitig nutzbar sein, sondern auch bei automatisierten Arbeitsabläufen neue Möglichkeiten eröffnen.
Rapid setzt auf Automatisierung und digitale Anwendungen
Bei der Jubiläumsveranstaltung präsentierten Florian Kaufmann, Verwaltungsratspräsident der Rapid Holding AG, und Rolf Schaffner, langjähriger ehemaliger CEO, aktuelle Entwicklungen und Perspektiven des Unternehmens.
Das Jubiläumsjahr wurde im September fortgesetzt: Rapid öffnete den Produktionsstandort in Killwangen für Besucher. Der Blick zurück auf ein Jahrhundert Motormäher- und Einachsergeschichte verbindet sich dabei mit einem Ausblick auf die künftige Rolle von Automatisierung, Funktechnik und digital unterstützten Arbeitsprozessen in Landwirtschaft und Kommunaltechnik.
Erschienen in zek KOMMUNAL, Ausgabe 3/2026




