effizienzschub in der heizungstechnik und hygienisch sichere warmwasserbereitung für campingplatz am waginger see

Autor: Patricia Pfister , 15.11.2021

Die Vollauslastung während der sommerlichen Hochsaison brachte die Warmwasserreserven am Campingplatz im oberbayerischen Waging am See oft an ihre Kapazitätsgrenzen und darüber hinaus.

Damit jeder Gast der 1.500 Stellplätze umfassenden Anlage sich jederzeit über eine warme Dusche freuen darf, entschloss man sich 2018 zu einer Generalsanierung des Badehauses samt neuem Heizsystem. Seither sorgen vier Schichtspeicher des oberösterreichischen Unternehmens Link3 für stets zur Verfügung stehendes heißes Wasser und vier weitere Speicher als zweckentfremdete Wärmetauscher im Zusammenspiel mit zwei Gaskesseln für die Beheizung der Anlage. Dank ihrer einfachen Funktionsweise, die auf physikalischen Prinzipien basieren, machen die Schichtspeicher Heiz- und Warmwasserbereitungsanlagen um bis zu 30 Prozent sparsamer bei gleichzeitig reduziertem Aufwand für Errichtung, Betrieb und Wartung.

Am wärmsten See Oberbayerns lässt es sich gut Urlaub machen. Denn Waging am See punktet nicht nur mit seiner idyllischen Naturkulisse, sondern auch mit einem großzügigen und modern ausgestatteten Campingplatz mit rund 1.500 Stellplätzen. Die zuverlässige Prämierung jedes Jahr als ADAC-Superplatz verspricht Komfort, der durch stetige Investitionen in die Infrastruktur gehalten werden kann. Im Zuge einer Gesamtsanierung des in die Jahre gekommenen Badehauses musste neben den Sanitäreinrichtungen in sehr kurzer Zeit zwischen der Sommer- und Wintersaison die Warmwasserbereitungs- und die Heizanlage erneuert werden. Ein schon länger bestehendes Problem konnte bei der Sanierung beseitigt werden – denn zuvor stand für die Gäste bei Vollauslastung während der Stoßzeiten oft zu wenig Warmwasser zur Verfügung.    

Vorteile eines vereinfachten Systems    
Den Anforderungen des Waginger Campingplatzes an die künftige Warmwasserbereitung konnte mit einer Lösung von Link3 begegnet werden. Das technologisch führende Schichtspeichersystem des oberösterreichischen Unternehmens erreicht durch die gezielte Verschränkung aller hydraulischen Funktionsbereiche im Speicher eine bisher nicht erreichte Effizienz. Sie verbindet hohe Wärmetauscherleistung mit präziser Schichtungsfähigkeit, ver­mischungsfreien Heizungsbetrieb auch unterschiedlicher Temperaturbereiche, mit der oft viel zu wenig beachteten Weichenfunktion zur hydraulischen Entkoppelung der einzelnen Pumpenkreise.    

Große Temperaturspreizung für mehr Effizienz    
„Der beauftragte Installateur Ulrich Heigermoser aus Waging am See und sein Planer Ernst Rieder aus Laufen haben das auf physikalischer Funktion aufbauende Link3-Prinzip rasch erkannt und verstanden“, erinnert sich Link3-Geschäftsführer Robert Laabmayr an den Auftrag. Voraussetzung dabei war eine Systemtrennung der durch die Gaskessel produzierten Wärme und der Heizungsanlage. Jeder zweite der in einem Ring angeordneten acht Link3-Schichtspeicher fungiert als Wärmetauscher (Nennleistung von 125 kW), während die restlichen vier der Warmwasserbereitung dienen (Nennleistung 900 kW). „In dieser Größe wurde mit Speichertechnik noch keine Systemtrennung geschaffen, die so leistungsstark ist und große Temperaturspreizungen ermöglicht, wodurch der Brennwert der Gaskessel optimal genutzt werden kann“, zeigt sich Robert Laabmayr begeistert. Die Rücklauftemperatur beträgt nur rund 30 bis 40 Grad – so kann nicht nur das volle Leistungspotenzial der Gastherme abgefragt werden, sondern auch jenes der Solaranlage des Campingplatzes.     
    
Regulierungstechnik obsolet    
Für die Aufgabe als Systemtrennung wurden die Hälfte der Schichtspeicher (Modell ECOLINK) in der Anlage zweckentfremdet. Alternativ zu diesem gewählten System von Link3 hätte man platzintensive Plattenwärmetauschertechnik installieren müssen. Raum ist bei vielen Betreibern wertvolle Mangelware – durch den erheblich geringeren Platzbedarf durch Link3-Technik kann dieser anderweitig verwendet werden. Zuträglich ist dem auch die aufs Wesentliche konzentrierte Konstruktion der Schichtspeicher: „Link3-­Technik ist im Prinzip eine große Vereinfachung: Die gesamte Sekundärtechnik – Pumpen, Ventile, Regelungstechnik – fällt völlig weg. Das Volumen der Anlage halbiert sich dadurch“, so Robert Laabmayr. In der gesamten Anlage ist kein einziges Regulierventil, weil diese durch die Nutzung der Eigenschaft des Wassers gar nicht gebraucht wird. Die Einschichtung in den Speichern funktioniert rein mittels Physik. Das System gleicht sich energetisch auf drei Arten aus: Durch eine Tichelmann-Verschaltung – die verbindenden Rohre werden so aufgeteilt, dass die Druckverluste über die Leitung überall gleich sind und damit eine exakte Gleichheit der Energiebeladung und -entnahme stattfindet –, nach dem Prinzip der verbundenen Gefäße und durch die Art der Wärmetauscher, die sich aufgrund ihrer Druckverlustentwicklung automatisch mit zunehmender Last immer genauer ausgleichen. Somit hat man ein Konzept, das ohne jegliche Regulierungsnotwendigkeiten immer perfekt in Temperatur-Balance gehalten wird.   

Reduzierter Wartungsaufwand    
Durch die Vereinfachung der Technik reduziert sich der Wartungsaufwand erheblich. Ein Konzept, das viele Anwender anspricht: Weg von übertechnisierten Ausführungen, die bei einem Fehler im komplexen System anfällig für dessen völliges Zusammenbrechen sind. Stattdessen lässt man bei Link3 die Physik für sich arbeiten, wodurch sogar die Hydraulik effizienter nutzbar ist. Wesentlicher Pluspunkt ist somit die erhöhte Betriebssicherheit und die auf lange Sicht erzielte Einsparung im Betrieb durch den Wegfall von baulichen Maßnahmen, die Reduktion von Leitungsdimensionen, durch Komponenten, die nicht integriert werden müssen und eingesparter Wartungsaufwand für diese. Pluspunkte, die den Campingplatz Waging am See vor drei Jahren überzeugten und der sich nach zweijährigen Betrieb sehr zufrieden mit der Anlage zeigt. Und falls noch weitere Stellplätze einen höheren Bedarf an Warmwasser verursachen sollten, ist man dank modularem System der Link3-Schichtspeicher dafür auch in Zukunft bestens gerüstet.    

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Voraussetzung für das neue Warmwasserbereitungs- und Heizungskonzept des Badehauses am Waginger Campingplatz war eine Systemtrennung der durch die 500 kW starken Gaskessel produzierten Wärme und der Heizungsanlage. Jeder zweite der in einem Ring angeordneten acht Link3-Schichtspeicher fungiert als Wärmetauscher, während die restlichen vier der Warmwasserbereitung dienen.

Foto: Link3

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Durch die Ringanordnung und den Verbindungen der Schichtspeicher oben und unten gleichen sich diese dauerhaft energetisch aus. Regelventile sind daher obsolet.

Foto: Link3

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Im und um das Badehaus befinden sich 220 Warmwasser­Zapfstellen. Dank der neuen Warmwasserbereitung steht zu jeder Zeit genügend Warmwasser zur Verfügung.

Foto: Link3

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Bei Vollbelegung kam der Campingplatz am Waginger See vor der Generalsanierung beim Warmwasser an seine Kapazitätsgrenzen.

Foto: Sybille Daden_pixelio.de