nahwärme st. Ruprecht heizt mit Hochleistungssolaranlage von GASOKOL

Autor: Patricia Pfister , 02.08.2021

Eine Hochleistungssolaranlage sammelt seit April 2020 CO2-frei Sonnenenergie für das bio-solare Nahwärmenetz im steirischen St. Ruprecht an der Raab.

Sie soll pro Jahr 550 Megawattstunden Solarwärme in das Nahwärmenetz einspeisen und damit eine CO2-Einsparung von 150 Tonnen erzielen. Für die Wärmespeicherung sorgt ein 146.100 Liter fassender Pufferspeicher.

Die Energieregion Weiz-Gleisdorf – ein  Zusammenschluss von zwölf Gemeinden – ist eine von 95 Klima- und Energie-Modellregionen in Österreich und lebenswerte Heimat für 46.000 Einwohner. Der Klima- und Energiefonds begleitet die Regionen dabei, sich von fossilen Energien unabhängig zu machen, indem man den Wärme- und Strombedarf mit einem klugen Mix aus erneuerbaren Energien vollständig deckt – denn der hundertprozentige Ausstieg aus fossiler Energie ist erreichbar. Zu diesem Zweck werden gezielte Maßnahmen gemeinsam mit Partnern umgesetzt. Dazu zählen der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energie, die allgemeine Reduktion des Wärme- und Stromverbrauchs, nachhaltiges Bauen und opti-i mierte Mobilität. Thermische Solaranlagen sind wirtschaftliche, umweltschonende und langlebige Energiesysteme. Deren enormes Potenzial stützt sich auf der effizienten Nutzung reiner Sonnenkraft. Mit ihnen werden neben Haushalten und Betrieben mittlerweile ganze Industriezweige bis zu 100 Prozent mit Solarkraft versorgt. Ob als lokale, intelligente Solarstation oder im smarten, solaren Wärmeverbund, eine thermische Solarlösung übernimmt mittlerweile schon oft die Primärversorgung mit Wärmeenergie – völlig frei von Kosten für Heizmittel.     

Thermische Solarenergie in Fern- und Nahwärmenetzen    
Die 2011 in Betrieb genommene Nahwärme St. Ruprecht hat heuer das neueste solarunterstützte Nahwärmenetz in Betrieb genommen und beliefert seine Kunden nun ganzjährig mit bio-solarer Energie für Heizung und Warmwasser. Eine Solaranlage von Gasolkol substituiert in St. Ruprecht zusammen mit der Wärmegewinnung aus Biomasse künftig kostenintensive und klimaschädliche Heizmittel. Sie integriert sich als Freiflächenanlage in das Heizsystem und die Wärmeproduktion. Dem Nahwärmenetz St. Ruprecht prognostiziert man 550 MWh solarthermischen Energiezuschuss aus 1.587 m2 Solarkollektorfläche und eine CO2-Einsparung von 150 Tonnen pro Jahr. Für die Wärmespeicherung sorgt ein 146.100 Liter fassender Pufferspeicher. Die bio-solare Nahwärme St. Ruprecht in der Steiermark versorgt aktuell rund 100 Abnehmer. „Durch die enge Zusammenarbeit mit Gasokol bei der Planung und Umsetzung unseres Solarprojektes ist Vertrauen entstanden. Bei unserem Besuch der Solarkollektorproduktion konnten wir uns von der Qualität der Produkte überzeugen. Zusätzlich zur CO2-­Einsparung ist es für uns eine wirtschaftlich sinnvolle Investition. Wir sind heute sehr stolz auf unsere powerSol Anlage“, erläutert der Geschäftsführer der Nahwärme St. Ruprecht, Gerhard Matzer. Solare Wärmenetz-Lösungen von Gasokol, dem österreichischen Kompetenzzentrum für Solaranlagen mit Standort in Saxen, Oberösterreich, produzieren Energie für Nahwärme- und Fernwärmenetze sowie für lokale ­Wärmeverbundstationen. Netzgebundene So­lar­­anlagen heizen ins Wärmenetz und sorgen für klima­freundliche Wärmeversorgung.     

Solare Netzwärme    
Eine Solaranlage ist eine effektive Möglichkeit die Kosten für die Wärmeproduktion und folglich für die Wärmeenergiebezieher enorm zu senken. Ab Inbetriebnahme liefert die Sonne einen wesentlichen Teil der Energie für das Wärmenetz. Solare Netzwärme eignet sich für Fern- und Nahwärmenetze, lokale Wärmeverbunde, Gewerbe- und Industriebetriebe als auch Prozesswärme. Mit dem intelligenten Energiekonzept integriert sich eine Solaranlagen in neue und bestehende Wärmeversorgungsysteme. Man achtet dabei besonders auf die optimale, falls überhaupt noch nötige Zufuhr sekundärer Heizmittelressourcen.     

Sauberes und günstiges Heizen mit Solarenergie    
Thermische Solaranlagen wandeln die Energie aus Sonne und Licht in Wärme um, an sonnigen wie an trüben Tagen. Solarenergie für Warmwasser, Heizung und Prozesswärme, für Wohn-, Freizeit und Gewerbezwecke substituiert dem Anlagenbetreiber ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme die Kosten für Heizmittel.

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Das Solarheizwerk besteht aus frei aufgestellten Großflächenkollektoren des Typs powerSol 136 des österreichischen Herstellers Gasokol.

Foto: Gasokol

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Die bis dato verbauten Solaranlagen von Gasokol sparen jährlich über 200.000 Tonnen CO2. Das entspricht etwa 50 Millionen Liter Heizöl und einem Prozent der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs, gemessen am Verbrauch in Österreich.

Foto: Gasokol