noch vielseitiger und komfortabler: forstraupe moritz von pfanzelt wurde rundum optimiert

Autor: Patricia Pfister , 31.05.2021

Vor fünf Jahren verließ mit Moritz die erste eigene Forstraupe des Forstmaschinenspezialisten Pfanzelt die Allgäuer Werkshallen und entwickelte sich gleich zum Erfolgsmodell.

Bei den beiden nun auf den Markt gekommenen aktualisierten Versionen wurden nicht nur diese Vorzüge beibehalten, der Moritz wurde technisch rundum optimiert. So sind beispielsweise ab sofort dank eines Dreipunktanbauraums vielseitige Einsätze mit zwei Arbeitsgeräten gleichzeitig möglich und Anbaugeräte können nicht nur per mechanischer Zapfwelle – ein Alleinstellungsmerkmal des Moritz am Markt – angetrieben werden, sondern es ist auch eine Leistungshydraulik verfügbar.

Als größter deutscher Hersteller für Forstmaschinen umfasst das Pfanzelt Produktprogramm heute neben Forstseilwinden und Rückeanhängern auch Ladekräne, Forstspezialtraktoren und Forstraupen. Mit seinen qualifizierten Mitarbeitern und Partnerbetrieben setzt Pfanzelt ausschließlich auf den Produktionsstandort Rettenbach am Auerberg. Die Firma leistet mit derzeit rund 150 Beschäftigten ihren Beitrag zur langfristigen Sicherung vieler Arbeitsplätze in einer ländlichen Region. Heute gilt die Ideenschmiede aus dem Allgäu als Komplettanbieter für Forstmaschinen. Ein wichtiger Aspekt der Pfanzelt Firmenphilosophie ist der hohe ­Eigenfertigungsanteil. So finden sich in den Werkshallen viele moderne Maschinen, wie Bearbeitungszentren oder automatisierte Abkantbänke. Auch Roboter werden eingesetzt, und zwar immer dann, wenn sie die Arbeit des Menschen erleichtern, beispielsweise beim Abkanten schwerer Werkstücke, oder die Qualität verbessern, etwa bei langen Schweißnähten. Vor vier Jahren verließ die erste eigene Forst­raupe die Allgäuer Werkshalle. Mit dem Moritz genannten Modell wurde 2016 das Konzept eines Raupenfahrzeuges für den Forst revolutioniert. Pfanzelt präsentiert nun erstmals die beiden neuen Modelle, die dem ursprünglichen Konzept treu geblieben sind, aber technisch in einer neuen Liga spielen. Sie bieten die Kombination der Aspekte der bewährten Fällraupe und den Ansprüchen an multifunktional einsetzbare, leistungsstarke Forstraupen. So wenig die Optik verändert wurde, in so viel größerem Maße wurde die Technik der kompakten und leistungsstarken Forstraupe Moritz überarbeitet. Dies beginnt bereits bei dem Motor. Die leistungsstarken und sparsamen 4-Zylinder-Motoren mit 36,4 bzw. 55,4 kW kommen nun aus dem Hause Deutz und werden serienmäßig mit einem CLEANFIX Umkehrlüfter ausgestattet. Auch bei den Aggregaten und dem Hydrauliksystem wurde mit den neuen Modellen viel verändert. Das Hydrauliksystem besteht nun aus drei getrennten Systemen für Fahrantrieb, Arbeits- und Leistungshydraulik. Diese Trennung ermöglicht eine neue Dimension bei allen drei Systemen. Bei dem Fahrantrieb kann so eine Drifteinstellung zum Ausgleich der Hangabtriebskraft bei Mäharbeiten quer zum Hang eingestellt werden. Für den gleichen Arbeitseinsatz kann zukünftig auch eine stufenlose Einstellung der Endgeschwindigkeit vorgenommen werden. Diese beiden Optionen bieten einen sehr hohen Komfort beim Einsatz des Moritz mit einem Mulcher oder einer Forstfräse. Die ­Arbeitshydraulik bietet nun bis zu vier proportionale und zwei schwarz/weiß doppeltwirkende Funktionen, die alle über die ­Funksteuerung gleichzeitig bedient werden können.    

Leistungshydraulik für kraftvolle Einsätze
War es bisher nur möglich Anbaugeräte mit der mechanischen Zapfwelle, ein Alleinstellungsmerkmal des Moritz am Markt, anzutreiben, ist nun auch eine Leistungshydraulik verfügbar. Dies ist vor allem für Kunden gedacht, bei denen bereits hydraulisch angetriebene Arbeitsgeräte anderer Hersteller vorhanden sind. Ohne Einschränkungen kann nun nahezu die komplette Motorleistung entweder über die mechanische Zapfwelle oder die Leistungshydraulik abgerufen werden. Die Axialkolbenpumpe leistet bei Bedarf bis zu 96 l/min bei 300 bar. Das Arbeitsgerät wird komfortabel über einen Multikuppler an den Moritz angeschlossen. Bei Ausstattung des Moritz mit einer Seilwinde für den Forsteinsatz übernimmt die Leistungshydraulik den Antrieb. Der bewährte Einbauort der Seil­winde, schwerpunktgünstig in das Fahrzeug integriert, wird auch beim neuen Moritz beibehalten. Neu ist hier, dass nun Seilwindenaggregate bis zu einer Zugkraft von 72 kN und einer maximalen Seillänge von 110 m möglich sind. Eine stufenlose Einstellung der Seilgeschwindigkeit (vorwärts und rückwärts) ermöglicht einen Arbeitskomfort in einer neuen Liga.    

Zwei individuell nutzbare Anbauräume für mehr Flexibilität    
Verfügte der Moritz bisher über einen Dreipunktanbauraum sowie einen zweiten Anbauraum in der Front, der für ein Frontgewicht, eine Werkzeugbox sowie eine Hilfsseilwinde genutzt werden konnte, so steht bei den neuen Modellen ein vollwertiger Dreipunktanbauraum in der Front zur Verfügung. Neben den Pfanzelt eigenen Anbaugeräten sind somit an dem Kat. 1 Dreipunkt auch Arbeitsgeräte anderer Hersteller einsetzbar. Vielseitige Einsätze mit zwei Arbeitsgeräten gleichzeitig sind so nun möglich.    

Kompakte Abmessungen und niedriger Bodendruck    
Zum Konzept des Moritz gehören seit der Einführung ein niedriger Bodendruck und kompakte Abmessungen. Für die Weiterentwicklung des Moritz bildeten diese beiden Voraussetzungen deshalb die Grundlage. Das leicht höhere Eigengewicht von ca. 2.000 kg wird durch die breiteren (Serie 250 mm, optional 300 mm) und längeren Laufwerke aufgenommen. Somit bleibt der Bodendruck im Vergleich zum Modell Fr50 gleich. Ein unkomplizierter Transport mit Pkw-Anhänger oder Transporter ist nach wie vor problemlos möglich, da sich die Abmessungen nur sehr gering geändert haben. Für unterschiedliche Einsatzgebiete und für Arbeiten am Hang können die Laufwerke hydraulisch jeweils um 200 mm pro Seite verbreitert werden. Die neue automatische, hydraulische und wartungsfreie Kettenspannung verhindert ein Abspringen des Bandes zuverlässig.

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Die zwei neuen Modelle sind nur geringfügig größer und mit 2.000 kg immer noch für den Transport am Pkw-Anhänger geeignet.

Foto: Pfanzelt

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Die komplett neue Funksteuerung bietet viele neue Einstellungsmöglichkeiten, so zum Beispiel eine voreingestellte Drift- oder Maximalgeschwindigkeit beziehungsweise eine stufenlos verstellbare Seilgeschwindigkeit.

Foto: Pfanzelt

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Die Bordhydraulik verfügt über bis zu sechs doppeltwirkende Steuergeräte. Die Leistungshydraulik mit Multikuppler (rechts im Bild) bietet zusätzlich bis zu 96 l/min bei 300 bar Druck.

Foto: Pfanzelt

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Neben der schwerpunktgünstig in das Fahrzeug integrierten Seilwinde sind auch weitere Anbaugeräte im Schnellwechselsystem verfügbar.

Foto: Pfanzelt