Podiumsdiskussion über Wärmedämmung

Autor: Alexander Sackel , 04.09.2014

Am 1. Oktober 2014 findet in Wien ein QR-Talk zum Thema „Wärmedämmung - ein Weg aus der Energiearmut?“ statt. Dabei werden vor allem zielführende Maßnahmen beleuchtet und vorgestellt.

Energiearmut beschreibt die steigenden Energiekosten als Armutsrisiko und die Schwierigkeit, diese bezahlen zu können. 2012 war es 263.000 Österreichern laut Statistik Austria nicht möglich, ihre Wohnung angemessen warm zu halten.

Die meisten davon leben in Substandardwohnungen zur Miete. Allein in Österreich haben unzureichend gedämmte Gebäude einen dreißigprozentigen Anteil am gesamten CO2-Ausstoß. So ist Energiearmut nicht nur ein klimatisches, sondern zunehmend auch ein soziales Problem. Welche Maßnahmen möglich, nötig und zielführend sind, darüber diskutieren ExpertInnen am Mittwoch, den 1. Oktober 2014, im forum mozartplatz in Wien. Klimaschutzziele und Kostenersparnis im Wohnbereich haben einen gemeinsamen Nenner: Energieeffizienz. Energiearmut ist ein Wechselspiel von niedrigen Einkommen, geringer Energieeffizienz und hohen Energiepreisen. Doch wie kann diese Spirale aufgelöst werden, wenn sich Menschen das Heizen nicht mehr leisten können? Betroffen sind Haushalte, die oftmals einen höheren Energieverbrauch haben und mehr Geld für Energie ausgeben müssen, als sie dafür zur Verfügung haben. „Betroffene Haushalte leben mehrheitlich in und sanierten, wenig energieeffizienten Gebäuden mit häufig schlecht dichtenden Türen und Fenstern“, zitiert QG-Sprecher Clemens Hecht Erkenntnisse der Caritas. Das führt wieder um zu überdurchschnittlich hohen Heizkosten. Kurzfristige Bewältigungsstrategien, wie der Einsatz von Energiesparlampen und der Austausch von alten Haushaltsgeräten, sind nicht die Lösung, so Hecht. Jedes (richtig) sanierte Gebäude reduziert kurz- und langfristig Energieverbrauch und Emissionen. Das bedeutet Klimaschutz und weniger Heizkosten. Die Podiumsdiskussion verhandelt, welche Maßnahmen notwendig sind, damit Wohnen für jeden Haushalt sozial verträglich wird und zu ökologischen Zielen beitragen kann. Weitere Fragen an die PodiumsteilnehmerInnen: Welche Problemlösungen gibt es bereits – vonseiten der Wirtschaft, Politik und der Gesellschaft? Entsprechen die derzeitigen Normen und Vorschriften den Bedürfnissen der sozial Schwachen in unserer Gesellschaft? Ist die EU-Gebäuderichtlinie ein ausreichendes Instrum ent zur Minderung der Energiearmut? Sollen minderwertige und gesundheitsschädigende Wohnstandards vermietet werden dürfen? Welche unterstützenden Strukturen sind notwendig, um eine dauerhafte Sicherung von Lebensqualität zu erreichen? Und welche alternativen Finanzierungsmodelle und Förderinstrumente für thermische Sanierung sind vorstellbar? Eine ExpertInnenrunde aus mehreren Berufsfeldern wird sich diesen Fragen stellen.

Anmeldung bis 29.9.2014 unter:
www.waermedaemmsysteme.com/QG_Talk/web

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