PÜSPÖK realisiert Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf
Bild: © PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder
In Nickelsdorf werden Windkraft, Agri-Photovoltaik und Österreichs größter Batteriespeicher zu einem Super-Hybrid-Park verbunden. PÜSPÖK setzt damit auf ein integriertes Energiesystem, das erneuerbare Energie flexibler verfügbar machen und bestehende Netzanschlüsse effizienter nutzen soll.

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Windkraft, Agri-Photovoltaik und Batteriespeicher intelligent kombiniert
Im burgenländischen Nickelsdorf realisiert der Stromproduzent PÜSPÖK mit Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB) das aktuell zweitgrößte Super-Hybrid-Energieprojekt Europas. Das Vorhaben kombiniert Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher über eine gemeinsame Infrastruktur und stärkt die stabile Einspeisung erneuerbarer Energie ins Stromsystem. Durch das Zusammenspiel der drei Technologien werden bestehende Netzanschlüsse effizienter genutzt und zusätzliche Flexibilität geschaffen. „Mit dem Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf zeigen wir, wie die Energieversorgung der Zukunft funktioniert – erneuerbar, flexibel und unabhängig von fossilen Energieträgern“, sagt PÜSPÖK-Geschäftsführer Lukas Püspök.
Doppelte Flächennutzung mit Agri-Photovoltaik
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Agri-Photovoltaik. Dabei werden Photovoltaikanlagen über landwirtschaftlich genutzten Flächen errichtet, sodass Stromerzeugung und Landwirtschaft gleichzeitig möglich sind. Agri-Photovoltaik und Windkraft versorgen bereits heute mehr als 338.000 Haushalte mit sauberem Strom. Mit Österreichs größtem Batteriespeicher in Nickelsdorf kommen zusätzliche Speicher- und Flexibilitätskapazitäten hinzu. Über alle geplanten Projekte hinweg entstehen 336,4 Megawatt-Peak (MWp) Agri-Photovoltaik sowie 246 Megawattstunden (MWh) Speicherkapazität. Die Zuschaltung des Speichers ist für Juni 2026, die Inbetriebnahme für Juli 2026 vorgesehen.

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EIB und Erste Bank finanzieren den Super-Hybrid-Park
Bei einem Besuch in Nickelsdorf informierten sich EIB-Vizepräsident Karl Nehammer, Erste-Bank-Chefin Gerda Holzinger-Burgstaller, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Landesrat Heinrich Dorner über den Projektfortschritt. „Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien ist entscheidend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Klimaziele“, sagte Nehammer. Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speicherlösungen verbessere die Integration erneuerbarer Energie und stärke Europas Energieunabhängigkeit. Die Erste Bank begleitet das Vorhaben als Finanzierungspartner. „Dieses Projekt stärkt Österreichs Energieunabhängigkeit und zeigt, wie die Energiewende konkret umgesetzt werden kann“, betonte Holzinger-Burgstaller.

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Speicher als nächste Phase der Energiewende
PÜSPÖK zählt zu den führenden privaten Produzenten erneuerbarer Energie in Österreich. Mit 114 Windkraftanlagen und mehreren großen Photovoltaik-Parks erzeugt das Unternehmen jährlich mehr als eine Terawattstunde Strom und deckt damit rund zwei Prozent des österreichischen Strombedarfs. „Mit dem Start unseres ersten Batteriespeicherprojekts schließen wir den Kreis unserer Super-Hybrid-Strategie und schaffen ein echtes Zukunftskraftwerk“, sagt Lukas Püspök. Weitere Kombinationskraftwerke in Gattendorf, Mönchhof und St. Andrä befinden sich bereits in Umsetzung. Das Projekt wird im Rahmen von REPowerEU unterstützt, dem EU-Programm zur Verringerung der Abhängigkeit von Öl und Gas sowie zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien. „Es geht nicht mehr nur darum, mehr erneuerbare Energie zu erzeugen, sondern sie auch intelligent in unser Stromsystem zu integrieren. Speicher spielen dabei eine Schlüsselrolle“, so Staatssekretärin Zehetner.
Erschienen in zek KOMMUNAL, Ausgabe 2/2026