PÜSPÖK realisiert Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf

13. Juli 2026, Lesedauer: 3 min

Bild: © PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

In Nickelsdorf werden Windkraft, Agri-­Photovoltaik und Österreichs größter Batteriespeicher zu einem Super-Hybrid-Park verbunden. PÜSPÖK setzt damit auf ein integriertes Energiesystem, das erneuerbare Energie flexibler verfügbar machen und bestehende Netzanschlüsse effizienter nutzen soll.

Luftaufnahme eines weitläufigen Solarparks mit Photovoltaik-Modulen und Windkraftanlagen im Hintergrund auf grüner Wiese.
Photovoltaikflächen, Speichercontainer und Windkraftanlagen prägen den Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf. PÜSPÖK bündelt hier mehrere erneuerbare Technologien in einem integrierten Energiesystem.
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Windkraft, Agri-Photovoltaik und Batteriespeicher intelligent kombiniert

Im burgenländischen Nickelsdorf realisiert der Stromproduzent PÜSPÖK mit Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB) das aktuell zweitgrößte Super-Hybrid-Energieprojekt Europas. Das Vorhaben kombiniert Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher über eine gemeinsame Infrastruktur und stärkt die stabile Einspeisung erneuerbarer Energie ins Stromsystem. Durch das Zusammenspiel der drei Technologien werden bestehende Netzanschlüsse effizienter genutzt und zusätzliche Flexibilität geschaffen. „Mit dem Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf zeigen wir, wie die Energieversorgung der Zukunft funktioniert – erneuerbar, flexibel und unabhängig von fossilen Energieträgern“, sagt PÜSPÖK-Geschäftsführer Lukas Püspök.

Doppelte Flächennutzung mit Agri-Photovoltaik

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Agri-Photovoltaik. Dabei werden Photovoltaikanlagen über landwirtschaftlich genutzten Flächen errichtet, sodass Stromerzeugung und Landwirtschaft gleichzeitig möglich sind. Agri-Photovoltaik und Windkraft versorgen bereits heute mehr als 338.000 Haushalte mit sauberem Strom. Mit Österreichs größtem Batteriespeicher in Nickelsdorf kommen zusätzliche Speicher- und Flexibilitätskapazitäten hinzu. Über alle geplanten Projekte hinweg entstehen 336,4 Megawatt-Peak (MWp) Agri-Photovoltaik sowie 246 Megawattstunden (MWh) Speicherkapazität. Die Zuschaltung des Speichers ist für Juni 2026, die Inbetriebnahme für Juli 2026 vorgesehen.

Schafe grasen in einer Agri-Photovoltaik-Anlage unter Solarmodulen vor Windkrafträdern und Strommasten bei bewölktem Himmel.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Agri-Photovoltaik. Dabei werden Photovoltaikanlagen über landwirtschaftlich genutzten Flächen errichtet, sodass Stromerzeugung und Landwirtschaft gleichzeitig möglich sind.
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EIB und Erste Bank finanzieren den Super-Hybrid-Park

Bei einem Besuch in Nickelsdorf informierten sich EIB-Vizepräsident Karl Nehammer, Erste-Bank-Chefin Gerda Holzinger-Burgstaller, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Landesrat Heinrich Dorner über den Projektfortschritt. „Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien ist entscheidend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Klimaziele“, sagte Nehammer. Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speicherlösungen verbessere die Integration erneuerbarer Energie und stärke Europas Energieunabhängigkeit. Die Erste Bank begleitet das Vorhaben als Finanzierungspartner. „Dieses Projekt stärkt Österreichs Energieunabhängigkeit und zeigt, wie die Energiewende konkret umgesetzt werden kann“, betonte Holzinger-Burgstaller.

Geöffneter Technikcontainer mit einem Transformator und elektrischen Schaltschränken zur Energieverteilung im Außenbereich.
In Nickelsdorf entsteht Österreichs größter Batteriespeicher als Teil des Super-Hybrid-Parks von PÜSPÖK. Die Speichertechnik ergänzt Windkraft und Agri-Photovoltaik und soll die flexible Einspeisung erneuerbarer Energie unterstützen.
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Speicher als nächste Phase der Energiewende

PÜSPÖK zählt zu den führenden privaten Produzenten erneuerbarer Energie in Österreich. Mit 114 Windkraftanlagen und mehreren großen Photovoltaik-Parks erzeugt das Unternehmen jährlich mehr als eine Terawattstunde Strom und deckt damit rund zwei Prozent des österreichischen Strombedarfs. „Mit dem Start unseres ersten Batteriespeicherprojekts schließen wir den Kreis unserer Super-Hybrid-Strategie und schaffen ein echtes Zukunftskraftwerk“, sagt Lukas Püspök. Weitere Kombinationskraftwerke in Gattendorf, Mönchhof und St. Andrä befinden sich bereits in Umsetzung. Das Projekt wird im Rahmen von REPowerEU unterstützt, dem EU-Programm zur Verringerung der Abhängigkeit von Öl und Gas sowie zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien. „Es geht nicht mehr nur darum, mehr erneuerbare Energie zu erzeugen, sondern sie auch intelligent in unser Stromsystem zu integrieren. Speicher spielen dabei eine Schlüsselrolle“, so Staatssekretärin Zehetner.

Erschienen in zek KOMMUNAL, Ausgabe 2/2026